Mein Diabetesbericht
Ein süsses Leben kann sehr zweischneidig sein. Mein heutiges Wissen über Diabetes kann mein Leben zwar gesundheitlich kaum wieder verbessern, aber ich weiss was eine weitere Verschlechterung verhindern kann.
Ich möchte mit meinen ganz persönlichen Erfahrungen denen helfen, die die Gefahren für Ihr eigenes Leben einfach ignorieren.
Aus heutiger Sicht bin ich doch sehr enttäuscht, was noch 1997 der Wissensstand der Ärzte dazu war und leider weiss ich auch das viele Ärzte heute noch Ihre Patienten nicht konsequent beraten (ob aus mangelhaftem Wissensstand oder aus Kostengründen). Aber ich möchte nichts vorausnehmen und mein süsses Leben vom Zeitpunkt meines bewußten Wissens schildern. 1995 begannen langsam aber stetig wachsend meine Schmerzen in beiden Füßen. Gewohnt nicht gleich alles auf die Waagschale zu legen, habe ich erst einmal das ganze auf außergewöhnliche Belastungen durch mein Gewicht und die täglichen Bewegungen geschoben. Daher machte ich wann immer es beruflich möglich war meine Arbeit im Sitzen, oder anderst herum, ich schrenkte meinen beruflichen Außendienst immer mehr ein und versuchte vieles per Telefon zu organisieren. Der Erfolg meiner Schmerztherapie war aber nur unmerklich. Nach einigen Hausarztgesprächen und der Erkenntnis, meines Blutzuckerwertes, bei der Routineuntersuchung lag bei 12,4, vorher bei halbjährlichem Chek immer über 10 (seid 1991 mit Tabletten unterstützt), bekam ich eine Überweisung zum Diabetologen. Er veranlasste nach 2 Jahren Schmerzen das nach meiner heutigen Sicht einzig Richtige, die Röntgenuntersuchung beider Füsse und siehe da, bei den beiden kleinen Zehen waren im Mittelfußbereich die Knochen gebrochen und Knochensplitter zu sehen. In 1997 wurden mir diese beiden Zehen abgenommen und die Knochensplitter entfernt. Dies war zu diesem Zeitpunkt sicher chirurgisch die richtige Entscheidung. Allerdings trotz meiner Werte auch im Krankenhaus von um die 10 trotz strengem Krankenhaus-Diätessen und Tabletten. War die Aussage des damaligen Chefchirurgen „halten Sie Ihre Werte bei um die 10 dann ist das ganz ok“ ist aus meiner heutigen Sicht eine eklatante Fehleinschätzung gewesen. Denn Heute weiss man das 10 bei vielen Menschen ein Durchschnittswert ist der schon sehr viel Schaden verursachen kann und das Tabletten nur minimalen Erfolg bringen. Damit bleibt nur noch die Möglichkeit der Insulinspritzung, zugegeben es kostet etwas Überwindung, aber man gewöhnt sich schneller daran wenn man sich die Folgen des nicht Spritzens bewußt ist. Übrigens die kleinen Zehen waren weg aber der Schmerzen nur geringfügig weniger und bis Heute vorhanden, mit dem Unterschied das ich heute für 0 Zehn, 3 Zehn Werbung machen könnte. Wen es interessiert hier findet man Chronik meines süssen Lebens oder besser die Konsequenzen.
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