Unterzuckerung – Überzuckerung wie merke ich es
Trotz Einhaltung der ärztlichen Vorgabe kommt es auch bei mir einmal zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder aber auch zur Überzuckerung (Hyperglykämie)
Insbesondere die Unterzuckerung darf man nicht unterschätzen, da dies lebensbedrohlich sein kann. Nicht umsonst fangen die Pfleger in der Pflegeeinrichtung an, schnell zu laufen, falls eine Unterzuckerung gemessen wird.
Im Regelfall merken es die meisten Diabetiker wenn die Unterzuckerung kommt. Schweißausbrüche, Schwindelgefühl, Orientierungs- bzw Konzentrationsproblerme aber auch Herzklopfen oder plötzlichem Heißhunger, sind die typischen Anzeichen, die man verspürt. Ich betone im Regelfall ! Leider gibt es aber auch Diabetiker die sozusagen selbst nichts spüren und somit schlagartig ohnmächtig werden können. Diese können der Unterzuckerung nur vorbeugen in dem Sie sehr bewußt und konsequent die Ernährung und Insulinzuführung händeln. Wer es selbst körperlich verspürt, muß schnellstens ein schnell ins Blut gehendes Zuckerprodukt zu sich nehmen. Das kann ein Löffel Honig sein (zumal dies sehr gesund ist), oder ein Glas möglichst süssen Fruchtsaft, Cola, Brause oder natürlich das, angeratene mit sich zu führende, Traubenzuckerdragee. Wenn möglich sollte man sich hinlegen oder zumindest setzen bis man die körperliche Verbesserung verspürt. Ich muß zugeben, bei mir ist es meistens so, dass ich wiederum in dem Moment zuviel zu mir nehme. Ich messe daher nach etwa einer Stunde nach um dies genau zu wissen und eventuell wieder auszugleichen (Nachspritzen).
Die Überzuckerung und wir sprechen da nicht von Werten zwischen 6,5 und 15 die uns wie bekannt langfristig schadet sondern von Werten die weit über 20 gehen können, auch diese sind für unseren Körper schnell gefährlich. Die meisten merken dies durch einen starken Durst, häufigen Urindrang, Übelkeit und z.b. Schlapp- Müdigkeit. Der Partner oder Freund kann dies auch am Atem erkennen, welcher einen intensiven Azetongeruch hat (Nagellackentferner / faulende Äpfel). Jetzt müssen wir schnell handeln. Sofort etwas Insulin spritzen und natürlich den tatsächlichen Zuckerwert messen. Dann können wir uns entscheiden nach unseren eigenen Erfahrungswerten Insolin in geeigneter Menge abzüglich der bereits eben gespritzten nochmals nachzuspritzen. Auch hierbei sollte man bis zur Besserung Ruhe halten.
Als verantwortungsbewußter Mensch, muß ich bei dem bemerken beider Zustände mich auch egal was ich gerade mache darauf einstellen um nicht nur mich sondern auch andere nicht zu gefährten. z.b. Kann ich beim Autofahren nicht noch 30-40 Km auf der Autobahn bis zur nächsten Parkmöglichkeit fahren, sondern ich muß wenn nicht anderst möglich auf der Haltespur bis zur Verbesserung meiner Körperfunktionen anhalten. Denn mein Risikoverhalten kann die Gesundheit vieler anderer beeinflussen.
Bitte nehmt die Unter- oder Überzuckerung wirklich so ernst wie Sie tatsächlich ist.
