Archive for März, 2010

Ich habe mich Anfangs schwer getan und war mir nicht sicher ob ich in der Öffentlichkeit meinen Diabetes verbergen sollte oder nicht.

In der eigenen Verwandschaft, ist es sowieso schnell im Gespräch und bringt gar nichts dies zu verheimlichen. Im Gegenteil. Je früher man mit Freunden oder gute Bekannten offen über die Krankheit spricht, desto selbstverständlicher wird sie. Die Vorteile: Niemand wird Betroffenen das Leben schwer machen und etwa bei Einladungen auffordern kräftig bei Torte und Kuchen zuzugreifen. Es ist eher anderst herum man muß schon öfters einmal sagen ja ich hätte grn ein schönes Stück Sahnetorte, es ist ja schliesslich Geburtstag, da es sonst sein kann das der Gastgeber sehr konsequent mir gar nichts anbietet um nichts falsch zu machen. Ich nutze dann die gute Gelegenheit und erkläre das wir als Diabetiker sozusagen auch das süsse Leben, bei solchen Gelegenheiten, auskosten können. Wir müssen uns nur mit der Insulinspritzung danach richten. Auch wenn einige, gerade die älteren ungläubig schauen, ich erkläre es Ihnen auch nochmal in Ruhe.

In diesem Moment haben wir, die Insulin spritzen natürlich einen großen Vorteil gegenüber Dehnen die z.b. auf Tabletten eingestellt sind. Sie können den Zucker natürlich nicht so einfach ausgleichen und sollten sich dem entsprechend leider zurückhalten. Ich habe es mir auch abgewöhnt, vor dem essen in der Öffentlichkeit, ein sozusagen stilles Örtchen aufzusuchen um mich zu testen und dann zu spritzen. Warum auch ?
Die Pens von Heute sehen einem Federhalter sehr ähnlich und auch das Testen ist ja kein Akt an dem man moralisch Anstoß nehmen könnte. Ich muß zwar zugeben wir Männer haben es meistens leichter den Bauch einmal dezent zu entplösen als die Damen. Aber welche es betrifft kann sich ja Kleidungsmäßig auch entsprechend vorbereitet zu einer Feier gehen.

Steht einfach zu Eurer Krankheit und je unkomplizierter man damit auch in der Öffentlichkeit umgeht so normaler wird der Umgang damit.

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Trotz Einhaltung der ärztlichen Vorgabe kommt es auch bei mir einmal zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) oder aber auch zur Überzuckerung (Hyperglykämie)

Insbesondere die Unterzuckerung darf man nicht unterschätzen, da dies lebensbedrohlich sein kann. Nicht umsonst fangen die Pfleger in der Pflegeeinrichtung an, schnell zu laufen, falls eine Unterzuckerung gemessen wird.

Im Regelfall merken es die meisten Diabetiker wenn die Unterzuckerung kommt. Schweißausbrüche, Schwindelgefühl, Orientierungs- bzw Konzentrationsproblerme aber auch Herzklopfen oder plötzlichem Heißhunger, sind die typischen Anzeichen, die man verspürt. Ich betone im Regelfall ! Leider gibt es aber auch Diabetiker die sozusagen selbst nichts spüren und somit schlagartig ohnmächtig werden können. Diese können der Unterzuckerung nur vorbeugen in dem Sie sehr bewußt und konsequent die Ernährung und Insulinzuführung händeln. Wer es selbst körperlich verspürt, muß schnellstens ein schnell ins Blut gehendes Zuckerprodukt zu sich nehmen. Das kann ein Löffel Honig sein (zumal dies sehr gesund ist), oder ein Glas möglichst süssen Fruchtsaft, Cola, Brause oder natürlich das, angeratene mit sich zu führende, Traubenzuckerdragee. Wenn möglich sollte man sich hinlegen oder zumindest setzen bis man die körperliche Verbesserung verspürt. Ich muß zugeben, bei mir ist es meistens so, dass ich wiederum in dem Moment zuviel zu mir nehme. Ich messe daher nach etwa einer Stunde nach um dies genau zu wissen und eventuell wieder auszugleichen (Nachspritzen).

Die Überzuckerung und wir sprechen da nicht von Werten zwischen 6,5 und 15 die uns wie bekannt langfristig schadet sondern von Werten die weit über 20 gehen können, auch diese sind für unseren Körper schnell gefährlich. Die meisten merken dies durch einen starken Durst, häufigen Urindrang, Übelkeit und z.b. Schlapp- Müdigkeit. Der Partner oder Freund kann dies auch am Atem erkennen, welcher einen intensiven Azetongeruch hat (Nagellackentferner / faulende Äpfel). Jetzt müssen wir schnell handeln. Sofort etwas Insulin spritzen und natürlich den tatsächlichen Zuckerwert messen. Dann können wir uns entscheiden nach unseren eigenen Erfahrungswerten Insolin in geeigneter Menge abzüglich der bereits eben gespritzten nochmals nachzuspritzen. Auch hierbei sollte man bis zur Besserung Ruhe halten.

Als verantwortungsbewußter Mensch, muß ich bei dem bemerken beider Zustände mich auch egal was ich gerade mache darauf einstellen um nicht nur mich sondern auch andere nicht zu gefährten. z.b. Kann ich beim Autofahren nicht noch 30-40 Km auf der Autobahn bis zur nächsten Parkmöglichkeit fahren, sondern ich muß wenn nicht anderst möglich auf der Haltespur bis zur Verbesserung meiner Körperfunktionen anhalten. Denn mein Risikoverhalten kann die Gesundheit vieler anderer beeinflussen.

Bitte nehmt die Unter- oder Überzuckerung wirklich so ernst wie Sie tatsächlich ist.

 

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Ist Dein Zuckerwert normal ?

Welche Blutzuckerwerte sind eigentlich normal?


Den Blutzuckerwert bestimmt man in dem man einem kleinen Blutmenge (ein Tropfen genügt) und zwar mit einem Teststab oder einem Messgerät. Nüchternwerte zwischen 80 und 100 mg/dl (Milligramm pro Deziliter Blut) sind normal, nach dem Essen sollten sie aber nicht über 140 mg/dl liegen. Bei einem Wert über 180 mg/dl spricht man von „diabetischem“ Blutzucker.

Oft wird aber die andere Maßeinheit verwendet. Hier sollte der Nüchternwert zwischen 4 und 5 liegen. Nach dem Essen sollte der Wert nicht über 8 steigen. Ein sehr gut eingestellter Diabetiker sollte bei einem Durchschnittswert HbA1c unter 6,4 liegen

Im Alter sind die Blutzuckerwerte auch bei Gesunden höher als bei jungen Menschen. Deshalb sind Ärzte zurückhaltender mit der Diagnose „Diabetes“.

Ich bin der festen Meinung, nach meinen Erfahrungen mit den Folgeschäden die bei mir nach schon 5 – 10 Jahren ein Stadium hatten, welches inoperable war, fangt so zeitig wie möglich an mit Insulinspritzen.

Insulinzuführung  ist die einzig sichere Methode, mit ein wenig Übung, seinen Zuckerspiegel im Rahmen der Grenze zu halten ,die Euren Körper nicht schädigt.

Ich weiss genau von was ich spreche. Noch als Jugendlicher mit 14 Jahren, viel ich aus den Latschen wie man so schön sagt wenn es in der Schule zum Impfen ging oder der Zahnarzt kam. Das bedeutet, ich kam immer als 1. dran, da alle wußten ich würde eventuell ohnmächtig was einige Male tatsächlich auch passiert ist.

Bitte sehen Sie sich meine Bilder an und dann entscheiden Sie sich !

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