Zuckerkrankheit darf man nicht verheimlichen
Ich habe mich Anfangs schwer getan und war mir nicht sicher ob ich in der Öffentlichkeit meinen Diabetes verbergen sollte oder nicht.
In der eigenen Verwandschaft, ist es sowieso schnell im Gespräch und bringt gar nichts dies zu verheimlichen. Im Gegenteil. Je früher man mit Freunden oder gute Bekannten offen über die Krankheit spricht, desto selbstverständlicher wird sie. Die Vorteile: Niemand wird Betroffenen das Leben schwer machen und etwa bei Einladungen auffordern kräftig bei Torte und Kuchen zuzugreifen. Es ist eher anderst herum man muß schon öfters einmal sagen ja ich hätte grn ein schönes Stück Sahnetorte, es ist ja schliesslich Geburtstag, da es sonst sein kann das der Gastgeber sehr konsequent mir gar nichts anbietet um nichts falsch zu machen. Ich nutze dann die gute Gelegenheit und erkläre das wir als Diabetiker sozusagen auch das süsse Leben, bei solchen Gelegenheiten, auskosten können. Wir müssen uns nur mit der Insulinspritzung danach richten. Auch wenn einige, gerade die älteren ungläubig schauen, ich erkläre es Ihnen auch nochmal in Ruhe.
In diesem Moment haben wir, die Insulin spritzen natürlich einen großen Vorteil gegenüber Dehnen die z.b. auf Tabletten eingestellt sind. Sie können den Zucker natürlich nicht so einfach ausgleichen und sollten sich dem entsprechend leider zurückhalten. Ich habe es mir auch abgewöhnt, vor dem essen in der Öffentlichkeit, ein sozusagen stilles Örtchen aufzusuchen um mich zu testen und dann zu spritzen. Warum auch ?
Die Pens von Heute sehen einem Federhalter sehr ähnlich und auch das Testen ist ja kein Akt an dem man moralisch Anstoß nehmen könnte. Ich muß zwar zugeben wir Männer haben es meistens leichter den Bauch einmal dezent zu entplösen als die Damen. Aber welche es betrifft kann sich ja Kleidungsmäßig auch entsprechend vorbereitet zu einer Feier gehen.
Steht einfach zu Eurer Krankheit und je unkomplizierter man damit auch in der Öffentlichkeit umgeht so normaler wird der Umgang damit.
