Als Ursache für diese Krankheitsform wird heute ein Zusammenwirken von Erbfaktoren, Virusinfektionen und Autoimmunerkrankungen angenommen. Viele Menschen verfügen über für die Krankheit typische Erbinformationen, ohne jemals auch tatsächlich an Diabetes zu erkranken. Daher wird vermutet, daß neben den genetischen Voraussetzungen erst bestimmte Virusinfektionen (z. B. Grippe-, Masern- oder Mumpsinfektionen) zum Ausbruch der Krankheit führen.
Ein solcher Infekt führt zu einer Autoimmunerkrankung, bei der der Körper Abwehrstoffe gegen körpereigenes Gewebe
- in diesem Fall gegen die Inselzellen – bildet. Schließlich kommt es zu einer völligen
Zerstörung der insulinbildenden Zellen.
Sind etwa 80 Prozent dieser Zellen zerstört, kommt es zum Auftreten der typischen
Krankheitssymptome:
• Quälender Durst
• Häufiges Wasserlassen
• Gewichtsverlust
• Müdigkeit
Bereits unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Symptome kann es in manchen Fällen aufgrund des Insulinmangels zu einer unvollständigen Fettverbrennung mit nachfolgender Übersäuerung des Blutes kommen. Im Extremfall tritt ein Coma
diabeticum ein.
Zwischen dem Beginn der Erkrankung und dem Auftreten der Symptome können einige Wochen, oft aber auch mehrere Jahre vergehen. Häufig kommt es nach dem Auftreten der Krankheitszeichen vorübergehend zu einem vermeintlichen Verschwinden des Diabetes. Tatsächlich schreitet die Zerstörung der Betazellen weiter fort.
Da beim Typ-I-Diabetiker vom Anfang an ein echter Insulinmangel bzw. später ein
völliges Fehlen von Eigeninsulin vorliegt, muß sofort mit Insulin behandelt werden.
Typ-I-Diabetes, unter dem in Österreich rund 40.000 Menschen leiden, wird mit einer
Wahrscheinlichkeit von ca. drei bis fünf Prozent von einem Elternteil auf die Kinder
vererbt. Sind beide Eltern Diabetiker, steigt das Risiko auf rund zehn bis 25 Prozent.

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